Auf dem Longboard zu Bremsen, fällt gerade vielen Anfängern bedeutend schwerer, als schnell zu fahren. Gerade deshalb sollte man am Anfang vor den ersten größeren Touren, einige Stunden dazu verwenden, die wichtigsten Bremstechniken zu erlernen. In dem nachfolgenden Ratgeber, zeigen wir Ihnen die wichtigsten Bremstechniken. Wie auch bei anderen Longboard Tricks gilt das bekannte Sprichwort: „Die Übung macht den Meister“. Das Wissen, dass man sein Longboard jederzeit zum Stehen bringen kann, verleiht dabei zusätzliche Sicherheit und Selbstvertrauen beim Longboarden.

Die 4 wichtigsten Longboard Bremstechniken im Überblick

Die 4 vorgestellten Bremstechniken sind in unterschiedlichen Situationen einsetzbar. Insbesondere die zweite und dritte Möglichkeit auf dem Longboard zu bremsen, sollte immer mal wieder geübt werden, um sie sicher zu beherrschen. Des Weiteren empfehlen wir gerade bei Einsteigern das Tragen von Protektoren.

Bremstechnik #1: Ausrollen

Die absolute Basistechnik zum Bremsen auf dem Longboard ist das Ausrollen. Geeignet ist diese Technik vor allem für Standardsituationen, in denen keine abrupte Gefahrenbremsung nötig ist. Hilfreich ist ein vorausschauendes Boarden, da das Ausrollen typischerweise einige Zeit braucht.

Kombiniert werden kann das Ausrollen mit dem sogenannten Footbrake. Dabei nimmt man einen Fuß vom Longboard und lässt diesen auf dem Boden schleifen. Je nachdem wieviel Druck ausgeübt wird

Tipp: Der Footbrake ist nicht gerade schonend für das Sohle der Schuhe. Wir empfehlen deshalb zum Longboarden nicht unbedingt die Lieblingssneaker anzuziehen.

Bremstechnik #2: Sliden

Das Sliden ist eine Bremstechnik für Fortgeschrittene, die nicht nur ziemlich cool aussieht, sondern auch sehr effektiv ist. Allerdings benötigt sie auch etwas Übung.

Das Ziel dieser Bremstechnik ist es, dass Board seitlich zur Straße zu stellen und dabei gleichzeitig den eigenen Körperschwerpunkt möglichst niedrig zu halten.

Manche Lonboarder sliden gerne indem sie ihre Hände zu Hilfe nehmen und sich auf dem Asphalt abstützen. Hierfür werden natürlich Handschuhe benötigt, da ansonsten die Handflächen auf dem rauen Asphalt aufreißen.

Longboard Bremsen

Tipp: Tatsächlich ist das Sliden bei höheren Geschwindigkeiten einfach als beim longboarden im Schritttempo. Das bedeutet jetzt natürlich nicht, dass Sie das Sliden am steilsten Hügel in der Umgebung trainieren sollten, aber etwas Geschwindigkeit macht durchaus Sinn. Tasten Sie sich am besten Stück für Stück an die für Sie angenehmste Geschwindigkeit zum Üben heran. Nachfolgend haben wir ein Video eingebunden, welches Ihnen beim Erlernen des Slidens behilflich sein kann.

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https://www.youtube.com/watch?v=gGhEW3lPrDM

Bremstechnik #3: Carven

Die dritte Bremstechnik die wir Ihnen in diesem Beitrag vorstellen möchten, ist das Carven. Gerade Ski- und Snowboardfahrer dürften diese Technik kennen. Durch das Fahren von mehreren Kurven hintereinander, wird die Geschwindigkeit reduziert.

Beim Carven wird vor allem mit einer Verlagerung des Gewichtes gearbeitet, um die Kurven zu fahren. Für eine Rechtskurve liegt das Gewicht auf den Fersen und für eine Linkskurve auf den Zehenspitzen. Die Vorderseite des Körpers ist dabei während der Linkskurve entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung geneigt.

Vor allem erfahrene Snowboarder erreichen die Änderung der Fahrtrichtung dabei durch eine Gewichtsverlagerung im Oberkörper und arbeiten in der Regel viel mit den Armen. Longboard Anfänger neigen dazu, die Kurven nur durch eine Gewichtsverlagerung in den Beinen zu fahren. Ziel sollte eine Kombination aus Beidem sein. Dadurch lassen sich die Kurven dann besonders geschmeidig fahren.

Tipp: Auch zu dieser Bremstechnik haben wir nachfolgend wieder ein Video für Sie eingebunden.

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https://www.youtube.com/watch?v=EXQo9zg3Gho

Bremstechnik #4: Abspringen

Kommen wir zur finalen und für die von Vielen auch als letzter Ausweg genutzten Bremstechnik des Abspringens. Gerade im niedrigen Geschwindigkeitsbereich ist das Abspringen noch sehr leicht. Doch je höher die Geschwindigkeit, desto schwieriger wird es richtig zu landen. Schuld daran ist der sogenannte Trägheitssatz. Doch keine Sorge, wir wollen jetzt nicht anfangen, Sie mit irgendwelchen physikalischen Formeln zu verwirren.

Grundsätzlich ist es nur wichtig zu wissen, dass der eigene auf dem Longboard die Geschwindigkeit und Richtung annimmt, in die sich das Board bewegt. Während man bei geringen Geschwindigkeiten einfach „auslaufen“ kann, müsste man bei hohen Geschwindigkeiten schon einen regelrechten Sprint hinlegen um den zuvor auf dem Longboard gefahrenen Speed auszugleichen.

Da letzteres mit höheren Geschwindigkeiten nahezu unmöglich wird, folgt kurz darauf ein Sturz. Aus diesem Grund sollte vom Longboard im hohen Tempo nur im Notfall abgesprungen werden, beispielsweise um etwas schlimmeres zu verhindern.

Wenn Sie auf folgende Aspekte achten, können Sie dafür sorgen, dass der Sturz möglichst glimpflich ausgeht:

  • Das Longboard wenn möglich auf einen weichen Untergrund zusteuern (Gras, Erde, Sand)
  • Mund schließen und Zähne aufeinander (um einen Biss auf die Zunge zu vermeiden)
  • Arme eng an an den Körper legen
  • In Fahrtrichtung abspringen
  • Versuchen über Schulter und Rücken abzurollen

Gerade bei höheren Geschwindigkeiten sollte das Abspringen nur eine finale Möglichkeit darstellen. Wenn es möglich ist, sollte zuvor immer probiert werden, zu Sliden oder zur Carven.

Damit Sie auf dem Longboard jederzeit sicher bremsen können, empfiehlt es sich, vor allem Bremstechnik #2 und #3 zu üben. Steigern Sie langsam und kontinuierlich die Geschwindigkeit und Sie werden bemerken, wie das Wissen darüber, dass man jederzeit in der Lage ist, das Board zum Stehen zu bringen, zusätzliche Sicherheit beim Longboarden verleitet.

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